Qualitätssicherung im Projekt Alten- und Familienhilfe

Konzeption des Projekts Alten- und Familienhilfe

Wir betrachten es als unsere zentrale Aufgabe hilfebedürftigen Menschen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wir sorgen dafür, dass Sie so lange wie möglich in Ihrer gewohnten Umgebung verbleiben können. All unsere Angebote sind darauf ausgerichtet.

Christliches Sozialwerk Jülich
zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit e.V.
Stiftsherrenstr. 13
52428 Jülich

Tel.: 02461 2002
Fax: 02461 50325
E-Mail: info@sozialwerk-juelich.de

Sie erreichen uns täglich von 8.30 – 13.00 Uhr. Danach können Sie Ihre Nachricht auf unseren Anrufbeantworter sprechen. Wir rufen Sie am nächsten Tag zurück.

Zielgruppe und Regelmäßigkeit

  1. pflegende Angehörige und vergleichbar nahestehende Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie
  2. Pflegebedürftige in häuslicher Pflege

Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden, deren Angehörigen und betreuenden Bezugspersonen so viel Unterstützung wie nötig anzubieten, damit die pflegebedürftige Person so lange wie möglich in der eigenen, gewohnten Umgebung verbleiben, den Alltag weitgehend selbstständig bewältigen und die sozialen Kontakte aufrechterhalten kann.

Mit unserem Angebot möchten wir neben der Unterstützung bei der Bewältigung des Haushaltes insbesondere Vereinsamung, Apathie, Depression und Immobilität vorbeugen und so die pflegenden Angehörigen entlasten und die Lebensqualität aller Familienmitglieder erhöhen.

Wir gewährleisten einen minimalen Personalwechsel und bemühen uns um eine möglichst hohe Kontinuität für die hilfebedürftigen Kunden.

Leistungsangebot und Kosten

Wir bieten qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags.

Im Rahmen der Angeboten zur Unterstützung im Alltag laut § 45a SGB IX bieten wir  Angebote zur Entlastung der Pflegenden. Unsere Angebote dienen der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als pflegende Personen.

Im Bereich der stundenweisen Entlastung der pflegenden Angehörigen lassen sich die konkret anfallenden Tätigkeiten nicht abschließend aufzählen. Sie können letzten Endes die Unterstützung bei jeder erdenklichen Freizeit- und Alltagsaktivität im eigenen häuslichen Bereich umfassen.

  • Schaffung von Freiräumen durch Übernahme von Aktivitäten mit dem Pflegenden
  • sozialpädagogische Beratung von pflegenden Angehörigen und Ansprechpartner in Notsituationen
  • Verhinderungspflege zur Entlastung der pflegenden Angehörigen (stunden- oder tageweise Betreuung der Pflegeperson bei Abwesenheit der pflegenden Person)

Daneben bieten wir auch alltagsnahe, bedürfnisorientierte und flexible Angebote zur Entlastung im Alltag. Die Angebote dienen dazu, Pflegebedürftigen bei der Bewältigung ihres Alltages zu unterstützen.

  • Unterstützung zur Planung und Struktur des Tagesablaufes
  • Begleitung bei den behördlichen und bürokratischen Angelegenheiten,
  • Unterstützung beim Schriftverkehr,  Ausfüllen von Anträgen, Führen von Telefonaten
  • Begleitung zum Arzt
  • Anregung und Unterstützung zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte
  • Unterstützung im Haushalt
  • Unterstützung bei der Einkaufsplanung und beim Einkaufen und anderen Besorgungen
  • Unterstützung bei der Versorgung (z. B. gemeinsames Zubereiten von Mahlzeiten)
  • Gestaltung der Freizeit z. B. Begleitung beim Spazierengehen, (Vor-)Lesen von Büchern, Zeitungen, gemeinsame Spiele usw.
  • Begleitung bei Ausflügen und Spaziergängen

Für unsere Leistungen berechnen wir 25,00 Euro pro Stunde.

Staffelung der Fahrtkosten:

  • Innerhalb des Stadtkerns Jülich fallen keine Fahrtkosten an.
  • In den Ortschaften, die zu Jülich gehören (z. B. Koslar, Barmen, Stetternich) berechnen wir 3 Euro pro Tag der Leistungserbringung.
  • In Ortschaften, die nicht zur Stadt Jülich gehören fallen 6 Euro pro Tag der Leistungserbringung an.

Qualifikation unserer leistungserbringenden Personen

Zur Erbringung der Leistungen zur Unterstützung im Alltag setzen wir den Erfordernissen der jeweiligen Leistung entsprechend qualifiziertes und geeignetes Personal ein.

Derzeit beschäftigt die Alten- und Familienhilfe 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Koordinatorin und eine  sozialpädagogische Fachkraft.

Die Gestaltung der Erstkontakte mit den Familien, deren Beratung sowie verschiedene organisatorische, verwaltungstechnische und konzeptionelle Aufgaben obliegen der Koordinatorin.

Für die Anleitung und Begleitung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist die sozialpädagogischen Fachkraft zuständig. (mehr zu den Aufgaben der Fachkraft auch unter dem Stichwort: Qualitätssicherung)

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind über die Aachen Münchener Versicherung        haftpflichtversichert. Für die Unfallversicherung ist die Berufsgenossenschaft zuständig.

Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen

Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit mehreren Jahren für unsere Kunden tätig und verfügen über Grund- und Notfallwissen im Umgang mit Pflegebedürftigen. Alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Vorkenntnisse besuchen eine 40 stündige Basisschulung und einen Erste-Hilfe-Kurs. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen mehrmals jährlich an themenzentrierten Fortbildungen teil.

Vertretungsregelung bei Abwesenheit und Krankheit

In Urlaubs- und Krankheitszeiten stellen wir Ihnen selbstverständlich eine Vertretung zur Verfügung, damit die Kontinuität der Unterstützung im Alltag gewährt bleibt. Sie werden in jedem Fall von unserer Koordinatorin vorab über die vertretende Mitarbeiterin oder den vertretenden Mitarbeiter informiert.

Unser Beschwerdemanagement

Die Alten- und Familienhilfe ist stets bemüht, die Wünsche der Kunden möglichst umfassend umzusetzen. Allerdings sind trotz großer Bemühungen Fehler nicht immer auszuschließen. Die Alten- und Familienhilfe bietet Ihren Kunde für diesen Fall die Möglichkeit, sich mit Ihrer Beschwerde direkt an uns zu wenden:

  • direkt im Gespräch, zu den Öffnungszeiten der Alten- und Familienhilfe
  • telefonisch unter: 02461-2002
  • per Mail unter: info@sozialwerk-juelich.de
  • per Briefpost unter:
    Christliches Sozialwerk Jülich
    Leitung Alten- und Familienhilfe
    Stiftsherrenstraße 13
    52428 Jülich

Das Leitungsteam, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden, der Fachkraft, der Koordinatorin und einem Berater, prüft und bearbeitet die eingegangene Beschwerde.

Uns ist es wichtig, Ihre Beschwerden nicht nur offen entgegenzunehmen, sondern sie auch zu dokumentieren, um so eine Nachhaltigkeit notwendiger Veränderungen zu erreichen. Um die Dokumentation möglichst zeitsparend durchführen zu können, fertigen wir daher ein Beschwerdeprotokoll an. Hier werden alle wesentlichen Informationen zusammen gefasst und übersichtlich und nachvollziehbar festgehalten.

Qualitätssicherung

Aufgabe der Fachkraft

Zum festen Team der Alten- und Familienhilfe gehört eine sozialpädagogische Fachkraft. Zu den Aufgaben der Fachkraft zählen

  • die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • fachliche und psychosoziale Anleitung und Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ehrenamtlichen
  • Unterstützung der leistungserbringenden Personen in Notsituationen
  • Durchführung von Team- und Fallbesprechungen
  • Beratung der Kunden und der pflegenden Familienangehörigen

Die Fachkraft kennt die von ihr anzuleitenden und zu begleitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Ehrenamtliche persönlich und ist über die jeweilige Qualifizierung informiert.

Schulungen, fachliche Anleitung und Begleitung

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mehrmals jährlich von unserer sozialpädagogischen Fachkraft insbesondere im Bereich: Kommunikation, Selbst- und Zeitmanagement geschult. Darüber begleitet sie mindestens einmal jährlich jede Mitarbeiterin/jeden Mitarbeiter während der Leistungserbringung und führt dabei Qualitätskontrollen durch. Im Anschluss daran bespricht die Fachkraft ihre Beobachtungen mit der jeweiligen Mitarbeiterin / dem jeweiligen Mitarbeiter.

Darüber hinaus steht die Fachkraft den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Ehrenamtlern  für Rück- bzw. Nachfragen (insbesondere in Krisensituationen) zur Verfügung.

Praxistreffen, Teambesprechungen, Supervision

Alle zwei Monate treffen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer Teambesprechung mit dem Vorstand und der sozialpädagogischen Leitung, um die Arbeit zu reflektieren und neue Angebote zu planen.

Darüber hinaus führt die Fachkraft anlassbezogene Team- und Fallbesprechungen und bei Bedarf fachliche und einzelfallbezogene Anleitungen (Supervision) oder Coachings durch.