Das Gebrauchtmöbelkaufhaus "Möbel- und mehr" des Christlichen Sozialwerks Jülich ist seit dem 1.4.2017 dauerhaft geschlossen.

Warum „Möbel und mehr“ geschlossen wurde

Im Jahr 2011 eröffnete das CSJ sein Projekt „MuM -Möbel und mehr“. Diese Einrichtung setzte drei Ziele in die Tat um:

  • es sollte neue Arbeitsplätze schaffen,
  • gute gebrauchte Möbel davor bewahren, auf dem Sperrmüll zu landen und außerdem
  • Bedürftigen die Möglichkeit bieten, für kleines Geld Tische, Stühle, Schränke, Betten, Geschirr, Töpfe und Pfannen zu erwerben.

Es wurde ein Transportteam als Hol- und Bringservice und daneben ein Verkaufsteam aufgebaut. Die Einrichtung MuM wurde vom Bistum Aachen unterstützt, lebte aber finanziell maßgeblich von staatlich geförderten Mitarbeitenden. Zwei Männer und zwei Frauen wurden über drei Jahre für je einen Stundenumfang von 30 Stunden pro Woche großzügig gefördert. Die Mitarbeitenden wurden Bürgerarbeiter genannt.So konnte das Projekt seine sozialpolitische Mehrfachbedeutung erkennbar entfalten und eroberte sich eines festen Platz in der Stadt Jülich und Umgebung.

Besondere Bedeutung erhielt MuM in der Flüchtlingskrise 2015, weil erhebliche Bedarfe an Möbel u. ä. für die Versorgung einer großen Anzahl an Flüchtlingen kurzfristig befriedigt werden konnten.

Durch den vollkommenen Wegfall des bewährten Förderinstruments Bürgerarbeit geriet das Projekt in eine erhebliche finanzielle Krise. Nach überstandener drohender Insolvenz hatte das Sozialwerk die Möglichkeit, einen Geschäftsführer einzustellen, dem die Aufgabe zugewiesen wurde, das Projekt auf sichere feste Beine zu stellen. Dies sollte durch die Verbesserung der Personalsituation ermöglicht werden. Außerdem sollten neue Kunden gefunden und Haushaltsauflösungen akquiriert werden. Diese Ziele konnten nicht erreicht werden.

Im November 2016 musste der Vorstand sich von seinem Geschäftsführer trennen und entschied aus wirtschaftlichen Gründen die Schließung des Gebrauchtmöbelkaufhauses MuM zum Frühjahr des Jahres 2017.